Apple startet "Mac App Store"

iPhone Programmierer Vz am 10. November 2010

Apple hat diese Woche den Plan vorgestellt, nun auch für den Mac einen App Store zu eröffnen - den "Mac App Store". Nach dem schwindelerregenden Erfolg des iPhones und des iPads - vor allem auch aufgrund der Verfügbarkeit von Apps im App Store - legte nahe, dass Apple versuchen würde, mit dem gleichen Konzept auch bei den über 50 Millionen Mac-Usern Anklang zu finden.

Der Shop soll innerhalb der nächsten 90 Tage online gehen und wird - so wie auch der bisherige App-Store die Meinungen spalten. So wird auch im Mac App Store die gewohnte Provision von 30% vom Verkaufserlös von Apps an Apple fällig. Viele Entwickler sind mit diesem Preis unzufrieden doch letztlich verbessert sich die Auffindbarkeit des Apps im App-Store enorm und den meisten wird das zusätzliche Marketing diese 30% wert sein. Auch gibt es keine einfachere Methode, Apps zu kaufen, als über den etablierten App Store - übernimmt dieser doch die Zahlungsabwicklung bis zur Rechnungsstellung.

Freier Verkauf für freie Apps?

Was Entwickler aber am bisherigen App-Store Konzept sicher noch mehr geärgert hat, als die Provision von 30% ist die fehlende Selbstbestimmung bei der Vermarktung. Bisher können Apps nur und ausschließlich über den offiziellen Apple Store verkauft werden.

Eine klare Entscheidung, ob dieses Prinzip auch mit dem Mac App Store weiterleben wird, gibt es bisher nicht, doch die Aussagen von Apple lassen vermuten, dass auch hier die Beschränkungen gelockert werden könnten. Das Apple einen niedrigeren Verkaufspreis anderere Vertriebskanäle akzeptieren wird, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Sollte es sich jedoch bewahrheiten, dass App die Hoheit über den Vertrieb der Apps aufgibt, wird es eine Flut von neuen App-Stores geben, die um die Vorherrschaft - neben dem App Store und dem Android Market - buhlen.

Kritik der App-Entwickler zu erwarten

Der Umstand, dass Apple sich vorbehält, Apps von der Zulassung im App Store abzuweisen, hat viel Kritk eingebracht. Für die Entwicklungen für den Mac galt diese Regel bisher nicht; soll jedoch auch auf den Mac App Store angewendet werden. Schlimmer dabei ist jedoch die damit verbundene Wartezeit: da Apple die Apps manuell prüft und zulässt, wird es auch hier Verzögerungen geben, die jeden App Entwickler schmerzen.

Letztendlich bieten sich den Programmierern von iPhone, iPad und Co. mit dem Mac App Store eine weitere interessante Plattform für den Vertrieb. Die Kommission von 30% ist dabei leichter zu verdauen, wenn man auch die Möglichkeit hat, die eigenen Anwendungen selbst über klassische Kanäle zu propagieren und beim Vertrieb nicht einzig und alleine auf den Mac App Store angewiesen ist.





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