iPhone 5 Release: - es lebe das iPhone 6

Update 18.09.2012: Apples Aktienkurs hat die 700er Marke durchbrochen, nachdem das Unternehmen am Vortag den Verkauf von 2 Mio. iPhone 5 innerhalb von nur 24h verkündet hatte - doppelt so viele wie iPhone 4S im gleichen Zeitraum

"Ausgereizt" - das ist vielleicht das treffendste Wort in Anbetracht des frisch erschienen iPhone 5. Wenn man die technischen Daten der verschiedenen iPhone Modelle vergleicht, stellt man mit leichter Überraschung fest: das iPhone 5 ist ein iPhone 4. Nur etwas länger.

 

Offensichtlich sind die bewährten Technologien in der Entwicklung ebenso ausgereizt, wie das Smartphone als Geräteklasse an sich. Da es über Apples neues Smartphone praktisch nichts zu berichten gibt, was nicht in einen Klammereintrag passen würde (4" Display, A6 Prozessor, iOS 6), wollen wir statt dessen in die Zukunft blicken und einige wilde Hypothesen anstellen, wohin die technische Reise beim iPhone 6 gehen könnte.

 

Technologien für die Zukunft der Smartphones

Flexible Oled Displays

Im Gegensatz zur LCD-Technologie, bei der das Licht einer Hintergrundbeleuchtung durch Kristalle geborchen wird, emittieren organische Leuchtdioden (OLED = organic light emitting diode) selbst farbiges Licht. Bei der Konstruktion von Bildschirmen kann daher auf die Hintergrundbeleuchtung verzichtet werden, was nicht nur Strom spart, sondern vor allem eine lediglich 0,3mm dicke, flexible Bauweise der Displays erlaubt.

Zwar werden OLEDS bereits in modernen Smartphones verbaut (z.B. im Samsung Galaxy S III ), jedoch nutzt man bisher aufgrund technischer Probleme der Helligkeit und Haltbarkeit noch nicht die Möglichkeiten, das Display beispielsweise ausrollbar und mit deutlich mehr Fläche zu gestalten.

 

augmented reality head-mounted display (HMD)

Deutsch am besten als "Datenbrille" zu betiteln, auch wenn das nicht sexy klingt. Gemeint ist die Trennung von Hand und Auge, von Smartphone und Wahrnehmung. Am ausgereiftesten ist vielleicht Googles Project Glass, eine relativ unauffällige Brille, die dem Nutzer auf Sprachbefehle gehorchen soll und die Welt um einen herum durch die Einblendung zusätzlicher Informationen anreichert. Sergey Brin hat zuletzt in einer Fernsehshow die Google Glasses demonstriert.

 

 

Die Brennstoffzelle für Smartphones

Nicht nur Automobilbauer, sondern auch Samsung, Google, Apple und Co arbeiten an neuen Energiequellen. Smartphones brauchen derzeit noch praktisch täglich die Steckdose - benutzerfreundlicher und unabhängiger sind diese Stromfresser nur mit ganz neuer Technologie zu machen. Die spektakulärste Forschungsrichtung ist hier vielleicht die der Brennstoffzelle, für die Google (einmal mehr) ein Patent angemeldet hat. Der unmittelbare Nutzen längerer Laufzeiten lässt dabei das Userherz noch nicht anbedingt höher schlagen, doch mit viel Fantasie sieht man bereits das Smartphone als "Tiger im Tank" des PKWs, Schlüssel und Heads-Up-Display-Navigationssystem.

 





Twittern