Google VR Brille und Android VR

Plastic Google Cardboard VR Android VREinem Zeitungsbericht der Financial Times (FT) zufolge, entwickelt Google eine neue Virtual-Reality-Brille. Das Gerät könnte dazu dienen, eine VR-Version des Android-Betriebssystems einzuführen. Laut dem Bericht ist auch eine entsprechende Software in Arbeit, um die das Android mobile OS erweitert werden soll: Android VR, welches bereits in Android 7.0 „N“ integriert sein könnte. Im Gegensatz zu Project Cardboard, der ersten VR-Brille des Konzerns, soll das neue Modell laut Google mit verbesserten Sensoren, Linsen und einem robusterem Kunststoffgehäuse ausgestattet sein.

 

Project Cardboard

Cardboard war ursprünglich eigentlich ein Freizeitprojekt einiger Google-Entwickler. Wie der Name schon sagt, bestehen Cardboard-Brillen aus Pappe und werden meist als Bausatz geliefert. Mit Cardboard bekamen viele Entwickler erstmals die Möglichkeit, VR-Apps zu entwickeln. Außerdem kosten Cardboard-Brillen nur wenige Euro. Anders als bei den VR-Brillen von Oculus und HTC, braucht der User auch keinen Hochleistungs-PC, um mit der Cardboard-Brille Virtual-Reality-Anwendungen zu nutzen. Stattdessen wird einfach ein Smartphone in die Brille gesteckt, welches sowohl als Computer, als auch als Bildschirm dient. Daher ist die Google-Version des Sets sehr preiswert. Und weil Google die Baupläne frei zur Verfügung stellte, konnten in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Menschen preiswert VR-Erfahrungen sammeln – Google gibt an, 5 Millionen eigene Cardboard-Sets verkauft zu haben.

 

Neue VR Brille von Google

Laut dem Bericht der Financial Times plant Google, noch in diesem Jahr ein neues Headset auf den Markt zu bringen, das stabiler und hochwertiger ist als die Cardboard-Brillen aus Pappe. Laut FT ist für die Nutzung der sich noch in der Entwicklung befindlichen VR-Brille ein Android-Smartphone erforderlich, das wie bei Samsungs Gear VR als Display und Recheneinheit fungiert. Die Google-VR-Brille soll aber mit einem breitem Spektrum von Android-Geräten funktionieren. Die neue VR-Brille soll aus Kunststoff bestehen und bessere Linsen und Sensoren besitzen. Bisher musste man zur Nutzung von Cardboard eine entsprechende App aus dem Play Store laden. Aber dies könnte in Zukunft ebenfalls wegfallen: "VR is too important and too powerful a medium to be accessible to only a few." – Google.

 

VR-Integration in Android N

Der Grund, weshalb Google nun doch noch eine kommerzielle VR-Brille auf den Markt bringen will, könnte die Einführung einer neuen VR-Technologie im Android-Betriebssystem sein. Schon lange gibt es Gerüchte, der Konzern arbeite an einer Art Android VR, auch weil Google inzwischen eine eigene VR-Abteilung gegründet hat.

Ein solcher Schritt würde dem Thema Virtual Reality erneut einen Schub nach vorn geben. Wenn Entwickler von VR-Apps direkt auf Betriebssystemfunktionen zugreifen könnten, wäre es leichter solche Apps zu entwickeln. Android VR soll es Entwicklern ermöglichen, VR-Apps zu entwickeln, die latenzfreier und hochwertiger sind als bisherige Lösungen.

 

Google VR Release

Falls die Gerüchte stimmen, wird Google das neue VR-Set auf der Entwicklerkonferenz Google I/O, die zwischen dem 18. und 20. Mai 2016 stattfinden wird, vorstellen. Wahrscheinlich dann mitsamt der VR-Software, welche zeitgleich mit dem Release von Android 7.0 "N" in das Android OS integriert werden dürfte. Mit einer Verfügbarkeit für die breite Mehrheit könnte bereits im September gerechnet werden. Es könnte also bis zum Weihnachtsgeschäft klappen.





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