5 Tipps: Ein fantastisches Nutzerinterface für Ihre App

bad usability 160Wenn Sie mit Ihrer App Erfolg haben wollen, dann müssen Sie sich von der Konkurrenz absetzen. Das geht natürlich in erster Linie mit einer guten Idee und gutem Marketing. Aber ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg einer App ist das Nutzerinterface. Ihr Nutzerinterface kann den Unterschied zwischen einer lediglich guten und einer fantastischen App ausmachen. Wenn Sie ein Nutzerinterface für Ihre Smartphone-App entwickeln, gibt es einige Dinge, die Sie dabei beachten sollten...

 

Usability First - 5 Tipps für ein intuitives Nutzerinterface

Der Sinn und Zweck Ihres Nutzerinterface besteht immer darin, für den User eine möglichst angenehme Erfahrung im Umgang mit Ihrer App zu ermöglichen.

 

Um dies zu erreichen, sollten Sie immer die Bedürfnisse Ihrer Benutzer in den Vordergrund stellen. Diese sehen in der Regel wie folgt aus:

  • Der Nutzer will unkompliziert ein bestimmtes Ergebnis mit Ihrer App erreichen
  • Er will dieses Ergebnis schnell erzielen
  • Er möchte eine angenehme User Experience geboten bekommen

 

Ein Nutzerinterface muss in allererster Linie gut funktionieren und das erledigen, was der Nutzer von ihm verlangt. Darüber hinaus soll es die Kommandos des Nutzers schnell ausführen und intuitiv zu bedienen sein. Hier zeigen wir Ihnen fünf Tipps, mit denen Sie für Ihre App ein fantastisches Nutzerinterface entwickeln können.

 

1. Planen Sie den Erfahrungsgrad Ihrer Nutzer ein

Viele Entwickler stellen sich eine homogene Masse vor, wenn sie an die Nutzer ihrer Apps denken. Sie gehen davon aus, dass ihre User ähnliche Absichten verfolgen und auch einen ähnlichen Grad an Erfahrung im Umgang mit dem Smartphone haben. Bedenken Sie aber, dass es in Ihrem Zielpublikum ganz verschiedene Segmente geben kann. Es kann hier verschiedene Nutzergruppen geben, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen und auch einen unterschiedlichen Grad an Expertise haben, was dem Umgang mit einem Smartphone angeht.

Ungeübte Smartphone-User tendieren zum Beispiel dazu, eher langsam durch die verschiedenen Funktionen einer App zu scrollen. Sie machen häufiger Fehler bei der Auswahl von Nutzerelementen und sind sich oft etwas unsicher, was die Funktion bestimmter Buttons angeht. Geübte Smartphone Nutzer wissen dagegen häufig ganz genau, welche Elemente in einer App für welche Funktion verantwortlich sind. Sie sind deutlich souveräner im Umgang mit Apps und wollen hier schnell und effektiv agieren.

Wenn Sie ein Nutzerinterface für Ihre App entwickeln, sollten Sie dies immer im Hinterkopf behalten. Im Idealfalls schaffen Sie ein Nutzerinterface, das den Bedürfnissen beider Gruppen entgegen kommt. Ihr Nutzerinterface sollte simpel und informativ genug sein, dass auch Anfänger gut damit zurechtkommen. Gleichzeitig sollen Sie es effizient gestalten, damit erfahrene Nutzer sich durch Ihr Interface nicht ausgebremst fühlen.

 

2. Die ideale Größe der Buttons

Die Buttons sollten Sie immer so gestalten, dass sie möglichst einfach und angenehm zu drücken sind. Die Größe der Buttons richtet sich nach der Größe unserer Finger. Wenn sie zu klein sind, dann werden Ihre Nutzer häufig daran vorbeitippen. Achten Sie darauf, dass Ihre Buttons mindestens einen Durchmesser von einem Zentimeter haben.

Darüber hinaus können Sie auch bestimmten Buttons eine andere Form geben, so dass diese dem Betrachter gleich ins Auge springen. Dies ist eine gute Möglichkeit, um unerfahrenen Nutzern zu verdeutlichen, dass diese Tasten besonders wichtig sind.

So kommen Sie ungeübten Usern entgegen, ohne dabei geübte Nutzer beim Navigieren Ihrer App auszubremsen. Sie können auch die Größe der Buttons danach ausrichten, wie häufig diese Elemente genutzt werden. Die wichtigsten Knöpfe können Sie größer gestalten, bei selten genutzten Funktionen kann es auch etwas kleiner sein.

 

3. Die Platzierung der Bedienelemente

In vielen Apps werden die Bedienelemente häufig entweder am unteren oder am oberen Rand des Screens angebracht. Hier ist eine Idee, die auf den ersten Blick vielleicht etwas kontraintuitiv erscheint. Bringen Sie die Buttons in einer Ecke des Screens an. So kann der Benutzer besonders einfach darauf zugreifen. Wenn der User Rechtshänder ist, kann er besonders gut die untere rechte Ecke mit seinem Daumen erreichen. Für Linkshänder ist dagegen die linke Ecke am unteren Bildschirmrand besonders angenehm.

Am schwersten zu ereichen ist der obere Rand des Bildschirms, denn hier muss der Daumen die größte Entfernung zurücklegen. Am oberen Rand sollten Sie keine Buttons anbringen, die der Benutzer besonders häufig erreichen muss. Dies könnte sonst die User Experience negativ beeinflussen und die Bedienung wenig komfortabel gestalten.

Grundsätzlich sind Sie immer gut damit bedient, die wichtigsten Bedienelemente am unteren Rand des Bildschirms anzubringen. Die am häufigsten genutzten Knöpfe bringen Sie dann am besten in der unteren rechten Ecke an.

 

4. Planen Sie natürliche Fingerbewegungen in Ihr Nutzerinterface ein

Nicht nur die Platzierung der Buttons ist für ein gutes Nutzerinterface wichtig. Denken Sie auch darüber nach, wie Ihr User sein Smartphone in der Hand hält und dass der Daumen häufig einem bestimmten Bewegungsmuster folgt.

Für einen Rechtshänder ist es zum Beispiel viel angenehmer, den Daumen in der unteren rechten Ecke anzulegen und in einer kreisförmigen Bewegung über den Screen zu ziehen. Eine lineare Bewegung ist dagegen unnatürlicher und weniger komfortabel.

Wenn Sie Bedienelemente wie einen Slider oder eine Auswahlliste in Ihr Nutzerinterface integrieren, sollten Sie dies immer im Hinterkopf behalten. Denken Sie darüber nach, wie Ihr Nutzer das Smartphone in der Hand hält und wie Sie die Fingerbewegungen für Ihn besonders angenehm und komfortabel gestalten können.

 

5. Gestalten Sie Ihr Nutzerinterface so simpel wie möglich

Je mehr Buttons Sie Ihrem Nutzer zur Auswahl geben, desto schwieriger wird für Ihn die Navigation. Anstatt Ihr Nutzerinterface mit verschiedenen Bedienelementen zu überladen, sollten Sie es bewusst minimalistisch und simpel halten.

Der Psychologe George Miller geht davon aus, dass wir im Durchschnitt gerade mal zwischen fünf und neun verschiedene Dingen in unserem Kurzzeitgedächtnis speichern können. Diese Zahl hat sich auch im Designbereich als nützlich erwiesen. Achten Sie also darauf, nicht mehr als neun verschiedene Bedienelemente auf einem einzelnen Screen unterzubringen.

Selbst wenn Ihre App zahlreiche verschiedene Funktionen anbietet - die meisten Nutzer verwenden nur eine begrenzte Anzahlen an Hauptfunktionen. Sie können die Komplexität Ihrer App reduzieren, indem Sie weniger wichtige Funktionen in einem sekundären Screen unterbringen. Dem Nutzer sollten sich auf den ersten Blick nur die Hauptfunktionen präsentieren, um so das Nutzerinterface besonders intuitiv und einfach zu gestalten.

 

Fazit

Ein gut durchdachtes Nutzerinterface kann den Unterschied zwischen einer guten und einer fantastischen App ausmachen. Wir haben Ihnen fünf wertvolle Tipps gezeigt, wie Sie Ihren Nutzern eine besonders angenehme Bedienbarkeit Ihrer Apps ermöglichen. Wenn Sie diese Ideen umsetzen, dann sind Sie auf dem besten Weg, Ihren Nutzern eine fantastische User Experience zu bieten.





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