Mozilla setzt mit "Open Web Apps" auf HTML5

Mozilla Labs am 20. Oktober 2010

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Mozilla hat einen Prototyp sowie ein kurzes technisches Skript für eine browserübergreifende Plattform für „Open Web Apps“ veröffentlicht. Diese soll Entwicklern von Apps die Möglichkeit bieten, ihre Programme plattformübergreifend einzusetzen und anzubieten. Mit dem „Open Web Apps“-Konzept könnten Anwendungen für Mobilgeräte künftig für mehrere Plattformen programmiert und auch einfacher auf diesen verteilt werden.

Mozilla versteht unter „Open Web Apps“ Anwendungen, die in den Programmiersprachen HTML, CSS und JavaScript geschrieben worden sind. Für die Beschreibung einer einzelnen Anwendung ist ein sogenanntes Manifest im JSON-Format (JavaScript Object Notation) vorgesehen, das auf Googles Installable Web Apps aufbaut. Ein Repository soll die Manifeste der installierten Apps enthalten, und ein Dashboard stellt den Anwendern ihre Apps zur Verfügung. Zunächst gehen die Entwickler davon aus, dass das Repository im lokalen Speicher des Anwenders liegt; denkbar ist außerdem serverseitiges Speichern.

Das Konzept einer Plattform soll zudem in allen aktuellen Browsern (Firefox 3.6, Firefox Mobile, Internet Explorer 8, Chrome 6, Safari 5, Opera 10 und WebKit Mobile) funktionieren. Kostenpflichtige Apps sollen durch eine einfache Identifizierung mit einer OpenID bezahlt werden können. Entwickler sollen zudem selbst entscheiden können, ob sie ihre „Open Web Apps“ den Nutzern direkt oder über mehrere verschiedene Stores anbieten.

Unser Fazit: Aus Entwicklersicht ein weiterer sehr begrüßenswerter Schritt hin zur Vereinheitlichung von Standards, der sich jedoch schwer mit Apples Veröffentlichungsrichtlinien vereinbaren lässt, die für den App Store ausdrücklich eingefordern, dass Apps für iPhone, iPad und co. nur noch nativ in Objective C geschrieben werden dürfen.





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